Die psychoanalytisch-interaktionelle Methode (PIM)

Kaum etwas sonst ist so bedeutsam für die körperliche und seelische Gesundheit wie ausreichend stabile und verlässliche interpersonelle Beziehungen. Wer unfreiwillig sozial isoliert lebt, abgeschieden oder gemieden von Anderen und sich deshalb nicht gesehen und akzeptiert fühlen kann, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, psychisch wie körperlich krank zu werden. Darum sind Beeinträchtigungen und Störungen im Zusammenleben mit Anderen, sogenannte interpersonelle Störungen oder ‚Störungen des Sozialen‘ von erheblicher Bedeutung.

 

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Die psychoanalytisch-interaktionelle Therapie ist eine psychodynamische (tiefenpsychologisch fundierte) Behandlungsmethode für Störungen im Zusammensein mit Anderen, interpersonelle Störungen oder ‚Störungen des Sozialen‘. Mit der psychoanalytisch-interaktionellen Arbeitsweise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Störungen interpersonelle Störungen oder Beziehungsstörungen nicht alleine aus psychischen Störungen einer einzelnen Person zu erklären sind. Weil Verhalten in Beziehungen immer Verhalten im Kontext des Verhaltens von Anderen ist, liegt der Schwerpunkt der Behandlung bei der psychoanalytisch-interaktionellen Therapie darauf, wie und mit welchen Mitteln das Geschehen zwischen beteiligten Personen gestaltet wird, insbesondere auf dem impliziten Beziehungswissen. 

Ursprünglich wurde die psychoanalytisch-interaktionelle Methode als Behandlung für Störungen der Persönlichkeitsentwicklung (sog. strukturelle Störungen) konzipiert, mit Anfängen in den 1970er Jahren. Die heutige psychoanalytisch-interaktionelle Methode mit der Fokussierung auf ‚das Zwischen‘ und auf implizites Beziehungswissen entspricht  einer modernen Zwei-Personen-Psychologie.

Die psychoanalytisch-interaktionelle Arbeitsweise wird auch in der Suchtkrankentherapie sowie im Feld der sozialtherapeutischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfolgreich eingesetzt. 

Die Wirksamkeit der psychoanalytisch-interaktionellen Methode bei Patienten im Erwachsenenalter und bei Jugendlichen wurde in randomisierten Studien nachgewiesen.

 

 

 

 

www.interaktionell.de

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